Ein Morgen
Stell dir vor du hast einen Morgen. Einen einzigen, absolut perfekten Morgen nur mit ihm. Du wachst am Morgen von den ersten Strahlen der aufgehenden Sonne auf und das erste was du siehst ist sein friedliches Gesicht.
Und das erste was du spürst ist sein warmer Atem auf deiner Haut, sein Arm um deine Talje. Du bist ihm so nah, dass du seinen Herzschlag an deiner Brust fühlst. Ein Herzschlag, der genau mit deinem im Takt schlägt, als wärt ihr eins.
Es reicht dir ihn einfach nur zu beobachten, ihn schlafen zu sehen, ihn bei dir zu spüren.
Du kannst nicht anders als dir zu wünschen, dass dieser Moment nie enden wird. Du könntest ihn ewig beim schlafen beobachten.
Bis zu dem Moment in dem er aufwacht und der erste Blick seiner strahlenden Augen auf dich fällt und ein süßes Lächeln seine Lippen umspielt. Ohne ein Wort überwindet er die wenigen Zentimeter, die eure Münde trennen und küsst dich so sanft, dass du fast glaubst es würde kaum geschehen.
Doch jede noch so kleine Berührung schickt tausend Stromstöße durch deinen Körper. Vorsichtig nimmt er die Hand von deiner Hüfte und du willst protestieren, bis du sie an deiner Wange spürst und er dir leicht das Haar hinter die Ohren streicht, aus dem Gesicht, so dass er dich besser erkennen kann.
Sein Lächeln wird breiter, seine Hand verweilt auf deiner Wange als er sich wieder über dich beugt und küsst, richtig küsst, so dass dir der Atem weg bleibt und du nur in ihm ertrinken willst.
Er küsst dich, küsst dich mit solcher Leidenschaft, dass du dich immer dichter an ihn drängst, um ihn noch näher zu sein. Unheimlich sanft wandert seine Hand über deine nackte Haut
Er rollt dich auf den Rücken und seine Lippen wandern langsam deinen Körper hinab, hinterlassen eine kribbelnde Spur, bis er zurückkommt, und erneut seinen Mund auf deinen senkt.
Seine Hand ruht auf deinem Bauch, deine Hände sind verschlungen hinter seinem Kopf und pressen ihn noch dichter an dich, auch wenn es nicht mehr enger geht.
Er ist vorsichtig, zärtlich, liebevoll und du erzitterst unter jeder Bewegung seines Körpers. Du gehst mit ihm mit, keuchst auf doch der laut geht verloren.
Dein Mund wandert über sein Gesicht, seinen Hals, sein Schlüsselbein. Deine Arme sind fest um seinen Rücken geschlungen, als hättest du nicht vor ihn jemals wieder loszulassen. Du hältst ihn fest, hältst ihn einfach nur in der innigsten Umarmung, die es gibt.
Du vergräbst deinen Kopf in seiner Schulter, als euer Rhythmus schneller wird. Du stöhnst leise und hörst ihn deinen Namen flüstern und noch nie kam dir dein Name so perfekt vor wie in diesem Moment.
Seine Lippen streifen dein Ohr, dein Bein streicht seines hinab und eure Körper beben. Eure Herzen schlagen im gleichen Takt und seine unendlich strahlenden Augen treffen deine.
Du siehst dich in ihnen und du siehst, dass er dich wirklich liebt, dich braucht und einfach nur eins mit dir sein will. Du begehrst ihn mit jedem Millimeter deines Körpers, liebst ihn mit jeder Faser deines Herzens, brauchst ihn noch mehr als die Luft zum atmen.
Du versenkst dein Gesicht in seinem weichen Haar, und schließt die Augen, spürst die Hitze in dir aufsteigen, als ihr noch schneller werdet, ohne zu drängen.
Jeder Zentimeter deines Leibes ruft nach ihm, verlangt ihn, verlangt nach ihm.
Dein Griff wird fester und auch er presst dich dichter an ihn, so fest, dass es schmerzen würde, wenn du es nicht so sehr wolltest.
Eure Blicke treffen sich und eure Lippen finden wieder zueinander, weich, drängend, vollkommen.
Du riechst ihn, schmeckst ihn, fühlst ihn tief in dir, tiefer als du es je für möglich gehalten hättest. Spürst ihn an Punkten von denen du nicht gewusst hast, dass sie existieren.
Dein Herz rast bis zum zerspringen, deine Atmung kommt in keuchenden Zügen, wie eine ertrinkende schnappst du nach Luft, deine Augen weiten sich und dann…
Hört alles auf. Die Zeit scheint still zu stehen und alles was du siehst sind diese Augen. Diese Augen, die dich ansehen, als wärst du der einzige Mensch auf der Welt, als wärst du alles was eine Bedeutung hätte. Es ist so still.
Du liegst neben ihm, deine Arme noch immer fest um ihn geschlungen, deine Augen halb geschlossen noch immer tief in seinen versunken, deine Lippen zu einem kleinen Lächeln, so nah an seinen, dass du die Luft zwischen euch spüren kannst und alles ist perfekt.
Es reicht dir einfach neben ihm zu liegen und nicht zu denken. Ihn einfach anzusehen und kaum zu bemerken, wie der Tag weiter fort schreitet. Einfach nur eng umschlungen in seinen Armen zu liegen und die Zeit ziehen zu lassen. Einen einzigen perfekten Morgen lang.