Schattenspiel
Du bist nichts als ein Schatten. Ein Schatten auf meiner Haut, der über mich gleitet wie die sanfteste aller Priesen. Dein Kuss ist nichts mehr als eine Illusion von Berührung während du dich an mich schmiegst. Deine Lippen sind so weich wie nichts sonst auf der Welt und deine Finger sind wie Schmetterlinge, die zu tief fliegen und dich aus Versehen berühren. Ich liebe deinen Schatten und wie schwarz er auf meiner weißen Haut wirkt. Dunkel und sanft. Leicht wie ein Atemzug gleitest du über mich hinweg und berührst mich.
Es ist als ob du den Moment einfrieren könntest wenn du dich zu mir herabbeugst und mich küsst, so sanft und vorsichtig als wäre es das erste Mal. Mein Herz klopft gegen deine Brust, in einem Rhythmus mit deinem. Ein beständiges, festes Trommeln. Wie dichter Regen auf einem Dach. Es schlägt gegen mich, durch den Schatten, der uns trennt.
Ein einzelner Blick reicht um mich Schaudern zu lassen und mein Herz zu beschleunigen. Ein einzelner Blick durch die Schatten, die sichtbaren und die unsichtbare und ich bin dein. Ich gehöre dir mit Herz, Seele, Körper. Ich bin dein und ich weiß du bist mein. Ich sehe es an deinem Blick den du mir schenkst und spüre es an der Art wie deine Finger über meinen Hals streichen. Wie deine Lippen die Konturen meines Schlüsselbeines nachfahren und dein Atem mit jeder Sekunde, die verstreicht schneller wird.
Dein Schatten gleitet über mich, tiefer und wieder hinauf und hinterlässt eine Gänsehaut, egal wo er mich berührt.
Unsere Schatten vermischen sich, tanzen miteinander so wie wir es tun. Schwarz auf weiß und weiß auf schwarz, ein kühler Schatten auf heißer Haut. Du berührst mich und siehst mich an als wäre ich alles was existiere, alles was wirklich etwas bedeutet. Als wäre ich alles was jenseits der Schatten existiert.
Ich sehe die Welt in deinen Augen und in deinem Blick erkenne ich, dass du weißt, dass du meine Welt bist. Alles was zählt. Alles was mich davon abhält in die Schatten zu fallen. Ich kralle mich an dich, halte dich fest, denn du bist alles was ich habe, alles was ich will, alles was mich hält.
Ich versuche mich an deinem Schatten zu halten, ihn zu greifen als könnte ich es wirklich und obwohl ich weiß, dass ich es nicht kann.
Es ist ein innerer Drang, der mich danach greifen lässt und mich hoffen und beten lässt ich könnte ihn halten und mir dir dich. Deine Wärme, deine Gedanken, deine Worte und alles was dich ausmacht. Ich will dich halten mehr als ich je etwas gewollt habe und es ist dieser Wunsch, der mit den Atem raubt. Und es ist dein Schatten, der ihn mir wieder gibt. Dein Schatten, der sich auf meinem Fleisch abzeichnet und wirkt als wäre er nur da wo er sein müsste. Es ist dein Schatten, der mir das Gefühl gibt zu Hause zu sein, der mich hält und mir Sicherheit gibt. Der alles ist, was mich vom Fallen trennt.
Dein Schatten mit meinem, du mit mir und zusammen spielen wir unser Schattenspiel.