NaNoWriMo 2012 & ein bisschen Größenwahnsinn

NaNoWriMo 2012

Mittlerweile dürfte auch der Letzte bemerkt haben, dass ich nicht gerade die zuverlässigste Bloggerin aller Zeiten bin – um es mal ganz vorsichtig auszudrücken. Auch wenn ich gerne schreibe, meine Blog-technische Aufmerksamkeitsspanne ist so gering, dass sie sich entweder auf 140 Zeichen oder das Rebloggen von Bildern beschränken lässt. Zumindest wenn sie nicht gerade Artikel-technisch anderweitig beschäftigt ist. Zwischen IGN und moviepilot bin ich gut beschäftigt und daher dachte ich mir, dass nun der passende Zeitpunkt ist, um mal wieder am NaNoWriMo teilzunehmen. Für wen das nun keinen Sinn macht: Willkommen in meinem Leben.

Eine kurze Erinnerung für alle, die den NaNoWriMo nicht kennen: Der National Novel Writing Month ist eine jährlich im November stattfindende Veranstaltung. Ziel jedes Teilnehmers ist es, einen Roman mit 50.000 Wörtern innerhalb von 30 Tagen zu schreiben, also rund 1667 Wörter pro Tag. Warum? Um zu zeigen, dass man es kann. Und um aus „irgendwann schreibe ich mal ein Buch“ ein „ich schreibe jetzt ein Buch“ zu machen. Keine Ausreden, keine Korrekturen, keine Zweifel, nur Wörter und jede Menge Kaffee.

Nachdem ich drei Jahre erfolgreich am NaNo teilgenommen habe, ließ ich ihn letztes Jahr aufgrund meines Praktikums bei moviepilot ausfallen. 2011 war immerhin das erste Jahr, in dem ich während des Novembers einen richtigen Job hatte und nicht locker neben meinem Studium 50.000 Wörter aus dem Ärmel schütteln konnte. Und ich meine es tatsächlich so, wenn ich „locker“ sage, wie einige vielleicht mitbekommen haben. Die genauen Daten habe ich nicht mehr im Kopf, aber 2010 habe ich um die 7-8 Tage gebraucht, ohne dabei mein Leben großartig umzustellen oder einzuschränken. Was auf den ersten Blick eigentlich keine schlechte Sache ist, war eigentlich recht deprimierend. Es fehlte die Herausforderung, die Euphorie, der Nervenkitzel, der Wahnsinn, die den NaNoWriMo ausmachen. Der fahle Nachgeschmack, den 2010 bei mir hinterlassen hat, ließ sich also ebenfalls auf 2011 übertragen, was mir schlicht die Lust am Novemberwahnsinn nahm.

Zwei Jahre nach meinem letzten NaNoWriMo sieht die Sache wieder anders aus. Ich habe einen festen Job als Online-Redakteurin und eine bi-wöchentliche Artikelreihe. Worte dominieren mein Leben. Warum also den Wort-Einsatz nicht noch ein wenig erhöhen und neben all den News und Artikel noch einen Roman schreiben? Einfach um zu sehen, ob ich es (noch) kann. Das kreative Schreiben hat schon viel zu lange unter meiner Nichtbeachtung gelitten, es wird Zeit das zu ändern. Der NaNoWriMo eignet sich perfekt dafür. Aus reinem Interesse meinerseits werde ich versuchen, zwei Wort-Statistiken zu führen: eine für meinen Roman und eine für meine Artikel. Eventuell werde ich die Ergebnisse und/oder meinen geistigen Zustand bloggen. Da wir aber alle wissen, was in der Regel geschieht, wenn ich ankündige, dass ich bloggen will (kleine Erinnerung: das Gegenteil), nehmen wir diese Ankündigung eher mit einer gehobenen Augenbraue und einer ordentlichen Portion „Das glaube ich, wenn ich es sehe“ hin. Via Twitter werdet ihr auf jeden Fall auf dem neusten Stand gehalten. Falls ihr ebenfalls Teil des November-Wahnsinns seid, könnt ihr mich gerne auf eure Buddy-Liste packen.

Bisher habe ich nur eine vage Ahnung, was ich schreiben werde. Ein paar mögliche erste Sätze tanzen durch meinen Kopf, aber wirklich konkret ist (trotz eines Arbeitstitels auf meinem NaNo-Profil, der bald geändert werden wird) nur, dass ich dieses Mal kein Urban Fantasy schreiben möchte. Nachdem ich mich über 15 Jahre, bis auf die gelegentliche Kurzgeschichte, quasi ausschließlich in diesem Genre bewegt habe, brauche ich etwas Neues. Da ich seit Langem eine Faszination für Dystopien und Post-Apokalypsen hege, habe ich beschlossen, mich daran zu versuchen. Zombies sind nicht geplant, aber auch nicht ausgeschlossen. Schließlich treiben meine Romane in der Regel sowieso, was sie wollen. Planen war bekanntlich noch nie meine Stärke.

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