Walking among the mad

Märchen und ihre Interpretationen haben mich schon immer sehr fasziniert. Sie sind voll an Potenzial. Das für mich Kostbarste an dieser Art der Geschichte ist das, was wir in sie hinein lesen können und wie sie sich auf andere Geschichten und Zeiten übertragen lassen. Für diese Reihe habe ich die Frage „Was geschieht, nachdem Alice aus dem Wunderland zurückgekehrt ist?“ aufgegriffen, da ich mich immer gefragt habe, was für einen Einfluss diese Erlebnisse auf eine Siebenjährige haben könnten. Auch wenn Alice im Wunderland und Alice hinter den Spiegeln allgemein als Kinderbücher gelten, haben die Bücher doch einen sehr dunklen Subtext. Diesen habe ich für mich herausgegriffen und überlegt, welchen Einfluss sie auf die Psyche des Mädchens haben könnten. Aus diesem einfachen Anfangsgedanken wurde schnell mehr. Ursprünglich war nur eine einzige Kurzgeschichte gedacht. Schließlich wurden es drei und mittlerweile umfasst die Reihe 90 Teile und ist noch nicht abgeschlossen.

Die Version von Alice, die wir in diesen Geschichten sehen, ist eine sehr düstere, die nichts mehr mit der Alice zu tun hat, die wir von Lewis Caroll kennen. Ich schreibe seit 2003 an Walking among the mad, lange bevor ich mit Versionen wie der von American McGee in Kontakt gekommen bin. Auch wenn ich diese Interpretationen sehr schätze, haben sie keinen Einfluss auf das, was ich geschrieben habe und schreibe.